Chir­ur­gi­scher Fach­kon­gress Ber­lin 2016

Das Mot­to des Kon­gres­ses 2016 lau­te­te:

Chir­ur­gie im Span­nungs­feld von Tech­nik, Ethik und Öko­no­mie.

Der tech­ni­sche Fort­schritt hat die chir­ur­gi­schen The­ra­pi­en ent­schei­dend ver­bes­sert und die Gren­zen des Mach­ba­ren ver­scho­ben. Unse­re Pati­en­ten pro­fi­tie­ren von inno­va­ti­ven Ent­wick­lun­gen. Behand­lun­gen von Erkran­kun­gen sind mög­li­ch gewor­den, die frü­her als inope­ra­bel abge­lehnt wur­den. Die chir­ur­gi­schen und anäs­the­sio­lo­gi­schen Fort­schrit­te beglei­ten unse­re Pati­en­ten sicher durch die Ope­ra­ti­on.

Der Anspruch unse­rer Pati­en­ten ist gewach­sen. Auf­ge­klär­te Pati­en­ten infor­mie­ren sich im Inter­net, bestehen auf der Mög­lich­keit der Zweit­mei­nung, for­dern eine feh­ler­freie The­ra­pie und akzep­tie­ren in der Regel nur eine unein­ge­schränk­te Lebens­qua­li­tät. Pati­en­ten­ver­fü­gun­gen neh­men Ein­fluss auf das ärzt­li­che Han­deln. Wir ste­hen immer öfter vor der Ent­schei­dung, ob das tech­ni­sch Mach­ba­re tat­säch­li­ch Lebens­qua­li­tät für den Pati­en­ten bedeu­tet.

Zudem unter­liegt das Gesund­heits­we­sen der Öko­no­mi­sie­rung. Medi­zin muss bezahl­bar sein, Kran­ken­häu­ser müs­sen finan­zier­bar blei­ben. Der zuneh­men­de finan­zi­el­le Druck zwingt zu Ver­kür­zun­gen der Lie­ge­zei­ten, auch bei schwie­rigs­ten Ein­grif­fen. Mini­mal­in­va­si­ve und inter­ven­tio­nel­le Maß­nah­men erset­zen auf­wen­di­ge Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren.

Die 4 Haupt­the­men

1. Tech­ni­sche Mach­bar­keit und Gren­zen in der Chir­ur­gie
2. Ethi­sche Ver­ant­wor­tung in der Chir­ur­gie
3. Öko­no­mi­sie­rung in der Chir­ur­gie
4. Die chir­ur­gi­sche For­schung: expe­ri­men­tell und trans­la­tio­nal

bil­de­ten die Schwer­punk­te unse­res Kon­gres­ses.